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Energie aus Biogas 

Bei allen Prozessen der Abwasserreinigung fallen große Mengen an Klärschlamm an, der aus Wasser und organischen Substanzen (Biomasse) besteht. Der Schlamm wird maschinell eingedickt und unter Luftausschluss in den Faultürmen innerhalb eines 40-tägigen Prozesses zum Großteil mineralisiert. Das dabei entstehende Biogas besteht zu zwei Drittel aus brennbarem Methangas und zu einem Drittel aus Kohlendioxid. In zwei Blockheizkraftwerken wird dieses Biogas in Strom und Wärme umgewandelt, was die gesamte Anlage energieautark macht. Der überschüssige Strom wird in das öffentliche Netz und das zu Biomethan weiter aufbereitete Biogas in das Erdgasnetz der Stadt Wiener Neustadt eingespeist.

Während in der Kläranlage des Jahres 1962 das Klärgas noch abgefackelt wurde, wurden im Rahmen des Ausbaues der biologischen Reinigung in den 1980er Jahren Gasmotore und Heizkessel installiert. Die Ära des Ökostroms begann 2002 mit der Inbetriebnahme des ersten Blockheizkraftwerkes. Damit war die Verbandskläranlage ab diesem Zeitpunkt von der Wärmeversorgung autark. Es musste kein Gas für die Wärmeerzeugung von außen zugeführt werden.  

Mit der Inbetriebnahme des zweiten Blockheizkraftwerkes 2007 begann der Netz-Parallelbetrieb, d.h. es wurde Strom für den Eigenbedarf und für die Einspeisung ins öffentliche Netz produziert.