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Vom Abwasser ins Gewässer 

Mechanische Abwasserreinigung 

Das Abwasser gelangt über den Zulauf aus der Kanalisation in die Kläranlage. Ein Rechen entfernt Grobstoffe, die gewaschen, gepresst und in Containern an eine Abfallbehandlungsanlage abgegeben werden. An den Rechen schließt der Sandfang an. In vier langen und breiten Betonrinnen setzen sich Sand, Kies und andere mineralische Bestandteile durch verminderte Fließgeschwindigkeit am Boden ab. Mit Räumschildern und Hebern werden diese Reststoffe entnommen, gewaschen und entsorgt. In anschließenden Vorklärbecken wird die Fließgeschwindigkeit nochmals verringert. Der hier entnommene Primärschlamm wird der Schlammfaulung zur Biogaserzeugung zugeführt. 

Biologische Abwasserreinigung 

In großen Belebungsbecken werden durch Zufuhr von Luft (Sauerstoff) die für die biologische Reinigung notwendigen Mikroorganismen aufgezogen. In Stoffwechselprozessen wandeln sich die organischen Inhaltsstoffe und Stickstoffverbindungen in Biomasse um, die sich im nachgeschalteten Nachklärbecken vom gereinigten Abwasser absetzt. Phosphatverbindungen werden biologisch und durch Zugabe von Metallsalzen chemisch gefällt und ebenfalls im Nachklärbecken vom gereinigten Abwasser getrennt. Der Belebtschlamm wird aus den Nachklärbecken entweder in das Belebungsbecken zurückgeführt oder in die Schlammbehandlung gepumpt. Das gereinigte Abwasser wird in die Warme Fischa abgeleitet und verlässt damit bestmöglich gereinigt die Kläranlage.  

Schlammbehandlung und Energieerzeugung 

Der in der mechanischen Reinigung anfallende Primärschlamm wird ohne Vorbehandlung in die Faultürme eingebracht. Der Überschussschlamm wird weiter eingedickt und unter Luftausschluss in Faultürmen über 40 Tage mineralisiert. Das dabei entstehende Biogas wird in zwei Blockheizkraftwerken in Strom und Wärme umgewandelt. Der Strom wird für den Eigenbedarf in der Kläranlage verwendet und ins öffentliche Netz eingespeist. Die Wärme wird zur Beheizung der Faultürme und des Betriebsgebäudes herangezogen. Anfallendes Biogas wird in einer Kooperation mit der EVN Wärme GmbH in das Erdgasnetz der Stadt Wiener Neustadt eingeleitet. Der stabilisierte Klärschlamm wird mittels Kammerfilterpressen oder Zentrifugen weiter entwässert. Das stickstoffhaltige Schlammwasser wird wieder dem biologischen Reinigungsprozess der Kläranlage zugeführt. Der entwässerte Klärschlamm wird in Containern gesammelt und zur Kompostierung bzw. thermischen Verwertung abtransportiert.

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