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Der Umwelt zuliebe

Die Anlagen des Abwasserverbandes Wiener Neustadt-Süd befinden sich derzeit am letzten Stand der Technik. Um diesen Zustand zu erhalten, gilt der Vorsorge die höchste Priorität. Dies bedeutet, dass durch laufende Prüfungen und Dokumentationen der hohe Wert des Abwassernetzes erhalten bleibt. Ein Vorsorgeplan regelt genau die Überprüfung, Wartung und Sanierung der Anlage. Damit wird die Lebensdauer der Anlage verlängert. Zur Vorsorge gehört aber nicht nur der sorgsame und verantwortungsvolle Umgang mit den bestehenden Anlagen durch die Mitarbeiter/innen des Abwasserverbandes, sondern auch der Weitblick für die kommenden Herausforderungen im Bereich der Abwasserreinigung.

Eine solche Herausforderung stellt z.B. die Entfernung von „Spurenstoffen“ dar. Darunter werden unter anderem die in immer stärkerem Ausmaß auftretenden pharmazeutischen Wirkstoffe verstanden, welche in das kommunale Abwasser gelangen und von den herkömmlichen Kläranlagen nicht verarbeitet werden können. Entsprechende Verfahren wie Ozonung und der Einsatz von Aktivkohle sind derzeit noch sehr ressourcenintensiv, sodass eine generelle Nachrüstung aller Anlagen nicht sinnvoll erscheint. Es ist aber notwendig, auch diese Verfahren soweit zu entwickeln, dass ein wirtschaftlicher Einsatz möglich wird. 

Ein weiterer Aspekt der Vorsorge ist die Aufklärungsarbeit und die Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung, den Menschen vor Augen zu führen, wie jede/r Einzelne dazu beitragen kann, dass bestimmte Gegenstände und Substanzen nicht einfach in das WC gekippt werden. Hier arbeitet der Abwasserverband Wiener Neustadt-Süd präventiv, in dem regelmäßig Führungen mit Schulklassen abgehalten werden, denen nicht nur die Funktionsweise der Anlage, sondern auch der verantwortungsbewusste Umgang mit Müll und Abwasser vor Augen geführt wird.

Eine Sache für Experten 

Sehr viel Augenmerk wird vom Abwasserverband Wiener Neustadt-Süd den Anlagen und der technischen Weiterentwicklung geschenkt. Hinter dem Verband stehen jedoch viele Menschen. Jene Entscheidungsträger, die im Vorstand des Verbandes dafür sorgen, dass die notwendigen Investitionen getätigt werden können, die Mitarbeiter/innen der ausführenden Firmen, die mit ihrem technischen Know-How die Anlagen konstruieren und umsetzen und nicht zuletzt die Mitarbeiter/innen des Abwasserverbandes Wiener Neustadt-Süd, die dafür sorgen, dass der Umwelt zuliebe dem Gewässer ein weitestgehend gereinigtes Abwasser übergeben wird. 

Die Notwendigkeit einer fundierten Ausbildung für das Betriebspersonal von Abwasseranlagen wurde schon 1968 mit der Einführung von Grund- und Fortbildungskursen für Klärwärter erkannt. Bis heute haben österreichweit 1.700 Personen die Klärfacharbeiterprüfung erfolgreich absolviert. 13 davon arbeiten in der Verbandskläranlage des Abwasserverbandes Wiener Neustadt-Süd.  Die Ausbildung zum/r Klärfacharbeiter/in ist sehr umfassend und deckt die Bereiche Technik, Betrieb, Überwachung und Instandhaltung ab. Sie dauert drei Jahre, wobei beim Verband ein einschlägiger Lehrberuf vorausgesetzt wird.